Archive for the "Internet, EDV & Co" Category

Scrapebox

Wer in letzter Zeit von Blogspam belästigt wird kann das unter anderem auf ScrapeBox zurückführen. Das ist eine Professionelle Spamsoftware zur Suchmaschinenoptimierung (SEO). Bei der Verlinkung handelt es sich um einen englischsprachigen Werbeblog. Es gibt in der Art von Scrapebox allerdings noch eine Menge weitere Programme.
Alles in allem ist es nur Abzocke, denn Google und andere Suchmaschinen kennen natürlich solche Programme und haben diese bestimmt analysiert und schützen sicherlich ihre Suchergebnisse vor solcher Manipulation.

Das heißt SEO ist:
- Stört Blogbesitzer
- Bringt nichts mit inhaltsleeren Nachrichten
- Und der Spammer kann Probleme bekommen

Diktatur Google

Als Suchmaschine ist Google noch erträglich aber der Versuch Facebook nachzubilden namens Google+ hat schon diktatorische Züge.
Dort sind nämlich nur Klarnamen erlaubt. Schon einige sind deswegen rausgeschmissen worden bei Google. Auch Firmennamen sind dort nicht erlaubt.

Schlimm wird es werden, wenn Facebook und Google zu Gogbook verschmelzen werden in einigen Jahren.

Malte Borgmann lass mich in Ruhe!

Malte Borgmann ist der vermeintliche Name, den dieser wird bei den Emails immer angegeben. Ob es der richtige weiß ich nicht. Jedenfalls geht es bei diesem Spam wie immer um Abzocke.

Schon wenn ich so etwas lese wie
- völlig kostenlos
- kein Risiko
- kein Geld erforderlich

ist klar, dass das wer einem soetwas verspricht nur eines im Sinn hat. Seinen eigenen Gewinn.

Beispiel Adressen sind

http://msg.abstauben24.com/

http://www.cash-am-wochenende.com/

Wer die Liste regelmäßig ergänzen.
Weitere Informationen kann man auch hier finden.

Wer sich fragt, wie die an die Emailadressen und teilweise Namen und Vornamen kommen, dem kann ich das ganz leicht erklären:
- Diebstahl aus Datenbanken
- Such-”roboter” im Netz von Internetseiten
- Datenhandel

Verbraucherzentralen für Privatkopie

Die Verbraucherzentrale liegt der Verbraucherschutz im Urheberrecht auch am Herzen. Dies zeigen sie, sowohl in einem Positionspapier, als auch in einem Gutachten, wie aus einer Pressmeldung hervorgeht.

Positionspapier des Verbraucherzentrale Bundesverbandes zur Reform des Urheberrechts

1. Die Interessen der Nutzer berücksichtigen
2. Privatkopie als wesentlichen Grundgedanken verankern
3. Weiterverkauf von digitalen Inhalten ermöglichen
4. „Kreativität der Masse“ zulassen
5. Abmahnkosten für Verbraucher begrenzen
6. Vielfalt von Online-Inhalten fördern

Dazu gibt es ein sehr ausführliches Gutachten der gegenwärtigen Situation.

Die erscheint in einem besonderen Licht, wenn man bedenkt wie gestern gegen Kino.to vorgegangen wurde. Die PIRATEN haben natürlich erstaunlich zeitnah Stellung genommen.

Ein sehr treffender Kommentar gab es auch bei Postillon.

Blog Spam

Abofallen scheinen neuerdings auch mit Blogspam zu werben. Hier in diesem Blog ist zum Beispiel iqtest-pro [dot] de aufgefallen. Die Seite wurde bereits vor einem Jahr als Abofalle eingestuft. Inzwischen scheinen sie das Modell auf Einmalzahlung geändert zu haben. Also wäre der Begriff Kostenfalle zutreffend. Die IP bei den Blog-Spams ist 109.91.209.122. Es dürfte sich dabei um eine Adresse in der Türkei handeln. Der technische Ansprechpartner nach DENIC ist ein Treuhand-Service in Saarbrücken.

Ich finde dieses “Guerilla Marketing” mit Blog Spam nicht nur nervig, sondern als etwas das man bekämpfen muss.

Neue Überwachungssoftware

Microsoft und Facebook haben ein mit Kinderpornographie begründetes Überwachungsinstrument mit enormen Missbrauchsmöglichkeiten zum Scannen ihrer Datenbank und Abgleich mit Missbrauchsopfern. Es nicht natürlich gut gegen Kinderpornographie vorzugehen, wobei auch Microsoft und Facebook nach deutschem Recht, nicht nach Kinderpornographie suchen dürfen.
Keine Ahnung, ob da eine Ausnahme für Microsoft und Facebook gilt.

Besonders bei Facebook klingeln bei mir, bei Bilderkennungssoftware die Alarmglocken. Man kann Bilderkennung schließlich nicht nur für Gesichter verwenden. Das fängt bei Werbung an. Da kann man zum Beispiel bestimmte Artikel auf Bildern erkennen und diese mit Personen assoziieren.
Das mit der Bilderkennungssoftware lässt sich aber noch weiter treiben. Das Bild von einem Kunden im Kaufhaus, lässt sich im Internet abgleichen und so mehr über diesen herausfinden. Da weiß der Verkäufer unter Umständen schnell, wie er den Kunden überzeugt.

Die Websperren dagegen sind jetzt endgültig vom Tisch, von nun an wird hoffentlich zügigst gelöscht.

EU will Tragetaschen aus Kunststoff verbieten.

Da kommt mal wieder etwas aus der EU, was zwar eine gute Intention hat aber möglicherweise am Ziel vorbei schießt. Brüssel will Plastiktüten verbieten und verkennt dabei, dass damit ja CO2 abgeschieden wird für eine sehr lange Zeit. Immer noch besser als das höchst umstrittene CCS-Verfahren.

Glücklicherweise kann man sich auch als Bürger dazu äußern. Aber nicht nur dazu, sondern auch noch zu vielen anderen Themen. Auf der Seite laufende Konsultationen ist dies möglich. Allerdings sollte man dazu der englischen Sprache mächtig sein.

Neue Spammasche

Neuerdings wird Spam versandt, welcher auf deutsche Seiten verlinkt. Von dieser Seite wird man weitergeleitet auf unseriöse Seiten.

Und dann funktioniert die Internetbeschwerdestelle nicht mehr.

Zensur …

… in China nimmt größere Züge an.
Denn dort gibt es nun ein neues Kontrollamt, welches noch stärker kontrolliert und Propaganda verbreitet.

Ich hoffe mal in dem Amt wird keine Technik oder Software Made in Gemany verwendet.

Captcha

CAPTCHA das sind diese komischen Bilderrätsel die man überall lösen muss. Zum Beispiel, wenn man sich wo anmeldet oder bei Gewinnspielen. Blöderweise wird es ständig schwerer noch etwas zu entziffern. Inzwischen nerven die einfach nur noch und wirksam verhindern, dass sich Roboter anmelden tun sie nicht.

Ich frage mich warum die Internetunternehmen so stark auf diese Nerverei setzen, was im Endeffekt dazu führen wird das immer mehr Programme einsetzen werden um diese Funktion zu übergehen.

Fax Spam 2

Nach dem ersten Teil zu Spamfaxen ist es nun an der Zeit für den nächsten Teil

Einige werden vielleicht in letzter Zeit auch Spamfaxe aus Polen bekommen haben. Die Absendernummer lautet für diese Spamfaxe 0048684449020. Der “Anbieter” sendet unverlangt Informationen zu Produkten für Drucker. Angegeben ist als Absender Tinte + Tonerversand, Grunwaldstr. 178a, 66620 Gubin. Diese sollte man nicht mit der deutschen Firma “Tinte + Tonerversand” verwechseln. Diese distanziert sich explizit auf ihrer Website von Faxspam. Allerdings sind die Empfehlungen eher lächerlich. Eine Abmahnung wird im Ausland müdes Lächeln hervorrufen. Zumal man denen dadurch noch mehr Daten zukommen lässt.

Man sollte sich viel mehr an die Polnischen Behörden wenden und es melden. Ich gehe davon aus wenn es genügend gibt, die diese Nummer melden wird der Staats etwas unternehmen müssen.

Vorlage für das Schreiben:

Hello,

from the number +48 684449020 I receive Fax Spam. I didn’t order any sendings from the Tinte + Tonerversand, Grunwaldstr. 178a, 66620 Gubin. The fax spam is also causing costs for paper and toner. I strongly urge you to take actions against the persons behind this fax spam.

Sincerly

[Eigenen Namen einfügen]

Ein Scan des Fax Spams könnte der Forderung Nachdruck verleihen.

Also daran denken, wenn solche Spammer einen stören sollte man diesen das Leben so schwer wie möglich machen.
Möglicherweise empfiehlt sich auch eine Anzeige. Besonders wenn sehr viele Faxe von einem Spammer kommen, könnte man diesen Anzeigen.

Amazonkündigung von Wikileaks

Wie bekannt ist hat das US-Unternehmen Amazon Wikileaks von seinen Servern verbannt.

Ein Boykott bietet sich wie bereits gesagt an, nützt aber nichts, wenn Amazon nicht auch sagt, dass man sie boykottiert.

Deshalb hier mal einen Entwurf für ein Schreiben:

Aufgrund der Aktivitäten von Amazon bei der Zensur von Presse, sehe ich bis auf weiteres davon ab bei Amazon zu kaufen. Des weiteren werde ich über die Aktivitäten von Amazon mit meinen Mitmenschen reden und empfehlen das gleiche zu tun.

Ich wollte sie nur darüber informieren und hoffe sie überdenken noch einmal ihre Position in Bezug auf die Pressefreiheit.

Sollten sie mir aus diesen Gründen den Account löschen werde ich dies natürlich der Öffentlichkeit mitteilen.

Auf der Seite von Amazon findet unter Impressum die Kontaktmöglichkeit.

WikiLeaks

Wikileaks

Einige sehen in den Geschehnissen auf WikiLeaks Geheimnisverrat oder sogar Terrorismus. Das ist schon seltsam, dass ein Demokratischer Staat nicht den Verlust von ein paar Geheimnissen Vertragen kann und stattdessen Vertreter des Staates direkt zu Lynchjustiz aufrufen. Ich nenne hier bewusst keinen Namen des Staates aber jeder dürfte wissen um welches Land es sich handelt.
Natürlich sollten manche Dinge Geheim bleiben aber sobald es bei WikiLeaks veröffentlicht wurde ist es nicht mehr geheim.
Spiegeln oder die Verbreitung von Torrents ist also kein Verrat. Dies gilt insbesondere dann wenn staatliche Einrichtungen Zensur ausüben. Als Stichpunkte seien nur Amazon, Paypal, Visa und Master Card genannt. Angreifen der Unternehmen muss nicht sein. Ein klarer Boykott von Amazon, Ebay (Paypal), Visa und Master Card reicht schon. Habe bisher immer Gerne bei Amazon gekauft aber besonders in der Vorweihnachtszeit werde ich es nicht.
Wenn man den ‘zensierenden’ Einfluss beobachtet erscheinen manche Staaten sogar bedrohlicher als die viel erwähnten Terroristen. Und das alles nur für unsere Sicherheit?

Kommt jetzt der etwas andere Cyberwar und würde es nicht heissen, dass das Internet alle Voraussetzungen für einen eigenen Staat erfüllt?
Ein Staat setzt Staatsgebiet (Server und Festplatten) abgegrenzt durch de Schnittstellen mit einem Staatsvolk (Die Netzbewohner) und die dazugehörige Machtausübung geht von allen aus.

WikiLeaks

Schufa

So ziemlich jeder hat schon mal von der Schufa gehört. Einem kommerziellen Unternehmen, welches in der Datensammelwut dem Staat in nichts nachsteht. Widersprechen kann man auch nicht ohne weiteres oder mit Konto, Handy und Haus wird es schwierig.
Dank des Bundesdatenschutzgesetz kann man jetzt allerdings wenigstens einmal im Jahr abfragen was an Daten vorhanden ist.
Man merkt wie begeistert Unternehmen wie die Schufa darüber sind, dass sie Auskunft geben sollen. Online gibt es keine Möglichkeit die Daten einfach so anzufordern.
Selbst wenn man in eines der Schufabüros geht bekommt man nicht sofort die Auskunft, sondern muss noch mehrere Wochen warten und will man widersprechen geht das auch nur schriftlich per Post. Was einen verwundert ist, dass ein gewinnorientiertes Unternehmen gerne Geld verschwendet. Oder liegt es eher daran, dass sie den Verbraucher davon abhalten wollen die berechtigte Auskunft einholen zu wollen.

Per Email geht das jedenfalls nicht.

Also alle mal zum Schufabüro in Düsseldorf (Schadowstr. 86-88) nicht weit vom HBF und sich die Eigenauskunft nach BDSG §34.

Big Brothers

Die Datenkrake ACTA hat einen Bruder namens INDECT und wenn man liest worum es sich bei INDECT handelt wird einem als Unschuldiger schlecht.

Hier kann man auf der Seite selber etwas zu INDECT lesen. Man sollte sich aber klar sein, dass die Informationen stark gefiltert sind.

Mal direkt etwas zitiert.

Q3: What behaviour is an “abnormal” behaviour?

A: As regards to the definition of “abnormal behaviour”, the term is not introduced by the INDECT Project, and it was created by EC and explained in the FP7 Work Programme. This term will be always controversial. In our case we clearly understand abnormal behaviour as “criminal behaviour”, and especially as “behaviour related to terrorist acts, serious criminal activities (e.g.: murders, bank robberies, someone leaving the luggage in the airport with the bomb) or criminal activities in the Internet (e.g.: child pornography)”. We will produce the tools to avoid such situations.

Mal wieder wird die Kinderpornographiekeule herausgeholt. Der Letzte Satz vom Zitat sagt aus, dass INDECT die Werkzeuge produzieren will um Kinderpornographie zu verhindern. Ich frage mich wie das gehen soll. Da muss man doch viel früher ansetzen. Wenn ein Video im Internet ist, ist es für der unschuldige Kind bereits zu spät.

Und wie soll es mit weniger Polizisten klappen Morde zu verhindern? Eine Kamera, selbst wenn sie fliegen können sollte kann so etwas nicht. Oder sollen etwas UCAVs auf die EU-Bevölkerung losgelassen werden?
Ich meine natürlich nicht so große wie für den Krieg aber ich kann mir durchaus kleine vorstellen und damit andere bestimmt auch.
Vielleicht wie die aus Terminator 3.

Und Terroristen sind auch mal wieder erwähnt. Es scheint noch immer nicht verstanden zu sein, dass es keinen Schutz vor Terrorismus gibt. Wir könnten alle Köpfe Verkabeln und würde es trotzdem nicht verhindern können. Ich fürchte den Verlust der Freiheit mehr als den Verlust meine Lebens durch einen Terroristen.

Das Geld wäre besser investiert in der Bekämpfung von Elend.

Wie immer wird an Auswirkungen herum gedoktort anstatt die Ursachen zu beseitigen.

Arcor/Vodafone nervt Kunden

Man kann jedem von einem Vertrag mit Arcor/Vodafone abraten.
Der Service ist extrem Miserabel, anstatt per Email zu antworten bestehen sie auf telefonischen Kontakt und haben auch keine Hemmungen zig mal pro Tag anzurufen, selbst wenn man es ihnen untersagt. Man gewinnt den Eindruck die lesen sich nicht mal die Beschwerdemails durch.

Die Nerv-Nummer lautet übrigens 080066487039. Wie ich erfahren habe ist dies die Vodafone Kundenrückgewinnung. Für mich eher Kundenvertreibung. Hätte den Vertrag schon früher kündigen sollen.

ACTA E-Petition Unbedingt mitzeichnen

Zitat aus dem Text

Text der Petition

Der Deutsche Bundestag möge beschließen die Bundesregierung dazu aufzufordern, sich in der EU zur Offenlegung des aktuellen Standes der Verhandlungen zum Anti-Piraterieabkommen ACTA (Anti-Counterfeiting Trade Agreement) einzusetzen.
Begründung

Hierdurch soll eine öffentliche Debatte ermöglicht werden.

Deutschland gehört zu den fünf an den Verhandlungen beteiligten Staaten wegen denen eine Offenlegung bisher nicht erfolgte.

Seit 2007 wird das ACTA hinter verschlossenen Türen in aktuell bereits sieben Verhandlungsrunden ausgearbeitet. Beteiligt sind die Europäische Union, die USA, Japan und acht weitere Staaten.

Über den Inhalt des Abkommens ist in der Öffentlichkeit wenig gesichert bekannt, die spärlichen Informationen und bekannt gewordenen Dokumente lassen jedoch massive Grundrechtseinschränkungen erwarten. Organisationen und Initiativen wie Reporter ohne Grenzen, der AK Zensur, der Chaos Computer Club (CCC), die Free Software Foundation (FSF) und die Electronic Frontier Foundation (EFF) warnen vor der Verabschiedung.

Bislang bekannt gewordene Eckpunkte:

1. Internetfilter
Internetfilter öffnen Missbrauch Tür und Tor – ihre Verwendung kann schnell zur Zensur ausarten und Probleme werden nur ausgeblendet und nicht gelöst. Mit ACTA werden möglicherweise Filtermaßnamen eingeführt, die weit über das hierzulande äußerst umstrittene Zugangserschwernisgesetz hinaus gehen. Dies stellt einen tiefen Eingriff in die Meinungsfreiheit dar.

2. Internetsperren (“Three Strikes” Modell)
Der Rat der Europäischen Union hat den Zugang zum Internet zurecht als Menschenrecht bezeichnet, eine Einschränkung ist dementsprechend äusserst kritisch zu betrachten. Internetsperren schneiden Menschen von ihren sozialen Kontakten ab und erschweren die Teilnahme am öffentlichen Leben erheblich, damit greifen sie tief in das Grundrecht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit ein.

3. Haftung der Provider für Inhalte und Aktionen der Nutzer nach chinesischem Vorbild
Neutrale Zugangs- und Hostingprovider sind die Grundlage des freien Internet, die Providerhaftung zwingt die Unternehmen aber zu präventiven Zensurmaßnahmen. Zum Selbstschutz gehen Unternehmen dann oft über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinaus und schränken so die Aktivitäten und Inhalte der Nutzer, und damit deren Recht auf Meinungsfreiheit, empfindlich ein.

4. Verbot der Umgehung von Internet-Sperrmaßnahmen und -Filtern.
Ein solches Verbot würde eine anonyme Bewegung im Internet auf legale Art unmöglich machen. Anonymität wiederum ist unabdingbar zur freien Meinungsäußerung, beispielsweise und vor allem auch in diktatorischen Staaten. Einem möglichen Diktator derart mächtige Werkzeuge zur Unterdrückung von Grundrechten zu geben ist unverantwortlich und widerspricht den Prinzipien unseres Grundgesetzes.

Der Mangel an Transparenz bei diesem Vertragswerk ist ebenso kritisch: So wird Wirtschaftsunternehmen unter Stillschweigevereinbarungen Einblick in den aktuellen Verhandlungsstand gewährt, dem Volk und dessen gewählten Vertretern wird dieser aber verwehrt. Unter solchen Bedingungen ist keine ausgewogene, öffentliche Debatte möglich, wie sie in Demokratien jedoch unabdingbar zur legitimen Entscheidungsfindung ist.

Um nicht den Eindruck zu erwecken, dass hier Maßnahmen mit Gesetzeswirkung am Volk vorbei entschieden werden muss der aktuellste Entwurf des ACTA der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.

Also Bitte mitzeichnen

Gesetzesinitiative Löschen statt Sperren

Die Vorstellungen von Frau Malmström sind derzeit ja in allen Medien. Es ist Zeit etwas zu ändern. Nicht nur hier in Deutschland, sondern auch in Europa. Deswegen hier ein inoffizielles EU-Bürgerbegehren. Ein offizielles gibt es bisher leider noch nicht aber wir sollten auch nicht solange damit warten unsere Meinung kund zu tun.

Das Ganze natürlich auch in English als EU-Petition for a referendum

Bitte weiterverbreiten und ausfüllen.

Klarmachen zum Ändern.

Piratendemo gegen den neuen Jugendmedienstaatsvertrag (JMStV)

Am heutigen Tag fand sich eine große Gruppe von rund 40 Piraten trotz des doch eher schlechten Wetters in Düsseldorf zusammen, um mit Flaggen und Plakaten bewaffnet in einem Protestzug gegen den neuen Jugendmedienstaatsvertrag zu demonstrieren. Der Zug bewegte sich vom Düsseldorfer Schadowsplatz über die Kö bis zur Staatskanzlei, vor welcher sich die Piraten dann einige Zeit aufhielten.

Auf dem Weg wurden von den Piraten etliche Flyer an die zahlreichen Passanten verteilt und auch parkende Autos wurden mit einem Flyer unter dem Scheibenwischer versehen.

Die uns begleitende Polizei war sehr freundlich und ein Polizist gab netterweise sogar Tipps was man bei solchen Protestzügen durchaus besser machen könnte, fand aber die Piraten-Themen und unsere Bemühungen dennoch gut.

Insgesamt war die doch recht spontane Aktion meiner Meinung nach durchaus ein Erfolg, wenn auch Stellenweise verbesserungswürdig, zumal es leider unter der Woche für viele Piraten nicht möglich war zu erscheinen, weswegen eine Veranstaltung wie diese am Wochenende sicherlich mit mehr Piraten ausgestattet gewesen wäre.

Abmahnwahn per E-Mail

Weil sie auf ihrem Portal ein Branchenverzeichnis hat und dort einen Rechtsanwalt als “Fachanwalt für Markenrecht” titulierte, muss eine Hamburgerin nun 25.000 Euro Strafe zahlen. Dies beschloss heute das dortige Landgericht. Die Besonderheit in diesem Fall war, dass der Verhandlung eine Abmahnung des Rechtsanwaltes vorausging, die allerdings an der Firewall der Dame “zerschellte” und als SPAM in den unendlichen Weiten des Cyberspace verschwand. Denn der Rechtsanwalt schickte die Abmahnung per E-Mail! Nun berufte sich die Dame darauf, dass sie ja nichts dafür könne, wenn diese Mail nicht ankommt, und sie nicht dafür verantwortlich sei, dass der Fall letzten Endes vor Gericht gelangt war. Dieser Antrag wurde kurzum abgelehnt, und zwar mit folgender Begründung:
Die Kammer vertritt mit der herrschenden Meinung (vgl. Zöller-Herget, ZPO, 27. Aufl., § 93, S. 431, Stichwort “Wettbewerbsstreitigkeiten”) die Auffassung, dass die Darlegungs- und Beweislast dafür, dass die Abmahnung nicht zugegangen ist, beim Adressaten, also dem Abgemahnten liegt (zum Sach- und Streitstand Bornkamm in Hefermehl/Köhler/Bornkamm, UWG, 27. Aufl., § 12, Rz. 1.29 ff m.w.N.). Nach zutreffender Ansicht trägt das Risiko, dass die Abmahnung auf dem Postweg verloren geht, der Abgemahnte, da es sich bei der Abmahnung letztlich um eine Wohltat für den Schuldner handelt, der auf diese Weise Gelegenheit erhält, die Angelegenheit kostengünstig beizulegen (vgl. LG Hamburg, Urteil vom 09.01.2007, Az. 416 O 307/06, Rz. 18 zit. n. juris).
Des weiteren sei davon auszugehen, dass die E-Mail ordnungsgerecht verschickt wurde, somit sei anzunehmen, dass die Antragstellerin Zeit genug gehabt habe, die mail zu lesen. Dass diese allerdings im SPAM-Folder landete, scheint das Gericht weniger zu interessieren. Ebensowenig wie die Tatsache, dass eine E-Mail nicht immer grundlos im SPAM-Folder landet, dieses vielleicht sogar beabstichtigt ist. Mag es dieses Mal auch nicht so gewesen sein: Heißt das jetzt, dass ein Anwalt einfach eine Abmahnung per Mail schicken kann, in der Hoffnung, dass die eh nicht gelesen wird und er “alles richtig” gemacht hat? Und heißt das jetzt, dass SPAM-Filter generell von unserer Justiz auf der “schwarzen Liste” stehen?
Ja, in Zukunft werden wir wohl alle unsere wenigen Schutzversuche gegen unerwünschte Werbung einstellen müssen, denn es könnte ja eine Abmahnung dabei sein. Das bedeutet Viagra-Werbung, XXX-Kontakte, Waschmaschinen gratis, alles wird damit überladen. Ach ja, und wenn man Glück hat, dann findet man sogar die wichtige E-Mail vom Chef. Oder die Abmahnung…