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Lopavent veröffentlicht Aufnahmen der Überwachungskameras

Der Betreiber der Loveparade, die Lopavent, hat heute ausführlich Stellung zu den Ereignissen des 24.07 genommen.
Ihre Sicht der Dinge: Fehlverhalten der Polizei war verantwortlich für die Katastrophe.

Dazu wurden (angeblich) alle Aufnahmen der Überwachungskameras bis um 16:40 veröffentlicht, sowie ein Dokumentarfilm erstellt, der diese Aufnahmen mithilfe von Grafiken deutet.
Wie vertrauenswürdig sind diese Darstellungen?
Der Vorsitzende der deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, kommentiert:
Herr Schaller manipuliert und verdunkelt, wo er kann. Ihm geht es offenbar nicht um die Wahrheit, sondern nur darum, seinen eigenen Hals zu retten.”

Offenbar waren wärend des Unglücks durch die Ereignisse mehrere Sicherheitskameras ausgefallen, was neben den vom Veranstalter angeführten Pietätsgründen eine weitere Erklärung für das Fehlen der letzten Minuten darstellt. Es bleibt dem Leser überlassen, die Aussagen der Lopavent richtig einzuordnen. Die Videoaufzeichnungen sind unter Loveparade.de zu finden.

Quelle: Gulli.com, der Artikel beinhaltet auch einige andere, interessante Überlegungen.

Einen Download der geheimen Loveparade-Dokumente…

… gibt es bei uns nicht.
Und es ist wohl auch nicht anzunehmen, dass sie nochmal jemand zu Gesicht bekommt. Zugriff auf diese Daten hat leider nur noch die netzaffine, meist schwer pädokriminelle Raubmordkopiererszene.

Denn im Ernst: Wer sonst käme auf die Idee, mal bei Google “Loveparade Geheimdokumente” einzutippen und dann direkt die ganz oben erscheinende Seite Indymedia anzuklicken

Und mindestens ebenso verdächtig sind diejenigen, vermeindlich unbedarften Surfer, die sich mit einem einfachen “Loveparade Dokumente” begnügen und die erste Ergebnisseite durchforsten. Wer bis zum achtplazierten Eintrag gelangt, ist zumindest einmal im Leben Schwarzgefahren und ist auch sonst irgendwie verkommen.

Da wir uns natürlich von solchen Millieus fernhalten, können wir hier leider nicht weiterhelfen. ;)

Erschreckendes Video zur Loveparade

In den letzten Tagen wurde über eine Videoreihe auf YouTube heftig diskutiert.
Die Kontroverse dreht sich darum, ob derartiges Material nicht einen Eingriff in die Privatsphäre der Opfer darstellt und ob es dem Author eher um Effekthascherei oder um Aufklärung geht.

Worum es geht? Nun, um diese Veröffentlichung auf YouTube:

Ich habe lange gezögert, ob ich dieses Material auf diesem Blog verlinken soll.
Jedoch kam ich zum Schluss, dass hier der aufklärerischer Aspekt ganz klar gegeben ist, zeigt die Aufnahme doch recht deutlich, welche furchtbare Enge bereits lange vor dem eigentlichen Unglück herrschte – Von einigen Ravern, “die sich nicht an die Spielregeln gehalten haben” und durch das Benutzen der Treppe die Panik laut einigen Erstaussagen der Verantwortlichen ausgelöst haben sollen, keine Spur.

Ausdrücklich hier aber noch einmal der Hinweis: Anklicken auf eigene Gefahr.
Darüber hinaus möchte ich auch darauf hinweisen, dass dieser Blogpost, wie im Disclaimer rechts nachzulesen ist, lediglich meine Meinung wiederspiegelt und nicht zwingend die anderer Piraten.

11 brennende Fragen zur Loveparade

Eigentlich sollte an dieser Stelle ein von mir verfasster Bericht die Geschehnisse am Samstag und die hochbrisanten Fragen, die sich fast jeder stellt, aus meiner Sicht beschreiben.

An dieser Stelle verweise ich aber lieber auf einen exzellenten Artikel im Spiegel, der die Punkte gut strukturiert und knallhart anspricht.
Ein absoluter Lesetipp: SPIEGEL – Love-Parade-Tragödie: Widersprüche, Ausflüchte, Lügen

Nachtrag, 02.08.2010
Ein kritischer Bericht unter anderem zur “Spiegel”-Reportage:
FAZ: Die Loveparade in den Medien
Ein einziger Blick in die Zukunft hätte doch gezeigt…

Duisburgs Sparpläne: Niederrheinische Musik- und Kunstschule

Wie wir alle wissen, hat unser Stadtrat unter der Führung von Adolf Sauerland zwecks Haushaltssanierung die geniale Idee, unter anderem im Bereich Kultur und Bildung zu sparen.
In Folge dessen sind nicht nur zwölf Schulen von der Schließung bedroht, sondern auch an der Niederrheinischen Kunst- und Musikschule (NMKS) soll kräftig gespart werden.

Zu diesem Thema werden wir uns noch ausführlicher äußern, einstweilen aber ein kleines Leckerchen, dass mir heute von einem Leser / einer Leserin  zugesandt wurde.
Es listet auf, welche Art von Einschnitten wir am Beispiel der NMKS zu erwarten haben.

Für Unterricht braucht es Lehrer, richtig?
Die sind aber teuer. Teuer? Nun, sehen wir uns einmal folgendes Dokument an: Klick hier

Bereits ganz am Anfang findet sich ein wunderschönes Beispiel von beschönigendem Beamtendeutsch:
Soso, die “Unterrichtsverpflichtung” im Fachbereich Klavier soll um 10 Stunden reduziert werden, “da eine Stelle altersbedingt frei wird.”
Übersetzt in normales Deutsch bedeutet dieser Euphemismus nichts weiter als:
“Da geht jemand in den Ruhestand, super, das erspart es uns, sie zu feuern.
Einen Ersatz einzustellen, können wir uns da auch gleich sparen – Bei den paar Proleten(-kinder) im Pott, die tatsächlich noch sowas wie Klavier lernen wollen, reichen auch ein paar Stunden weniger noch locker aus.”
(“Ein paar Stunden” heißt hier satte 1200 Stück im Jahr)

Zugegeben, etwas spitz formuliert, aber es drängt sich hier schon der Eindruck auf, dass die CDU einfach nicht weiß, was sie will.
Einerseits wird regelmäßig gegen Killerspiele, Internet und anderen “Indoor-Aktivitäten” gehetzt (“Macht doch was vernünftiges, oder geht raus”, würde der Volksmund sagen), andererseits streicht man Geld für Kultur und Kulturangebote.
Und um wieviel Geld zu sparen? Jämmerliche 15.236 Euro jährlich in diesem Fall – Schon dieses mikrige Gehalt ist ein Skandal.

Akkordeon? Blockflöte? “Braucht doch keine Sau!”, dachte man sich wohl, als Seite 5 entworfen wurde. Einsparungen durch den Wegfall dieser beiden “Aufgabenbereichen” von immerhin 98.715 Euro wird aber den Steuerzahler sicher besänftigen…

Selbstverständlich sollen auch die Unterrichtsgebühren angehoben werden.
Damit der Bürger nicht gleich aufschreit, soll diese Erhöhung (insgesamt 30%) bis 2013 stufenweise erfolgen. Eine gute Analogie wäre die Geschichte vom Frosch im kochenden Wasser.

Aber dabei bleibt es selbstverständlich nicht, die Privatisierung soll schließlich schnell vorangetrieben werden, wie Seite 2 deutlich macht.
Und offenbar ist auch die Stiftung, die das “JeKi”-Projekt (“Jedem Kind ein Instrument”) betreibt und einen Teil der Personalkosten sowohl die Leihinstrumente finanziert – wenig verwunderlich – nicht wirklich angetan, denn explizit wird erwähnt, dass ” sowohl die vertraglichen
Bindungen mit der Stiftung “JeKi” als auch die Kündigungsmöglichkeiten der Nutzerverträge geprüft und berücksichtigt”
werden müssten”, was nichts anderes heißt als dass die Stiftung sich einen kompletten Ausstieg aus der NMKS überlegt.

Preisfrage: Um welche sagenhafte Summe würde die Privatisierung die Stadt entlasten?
Ca. 2,5 Millionen Euro.  Kein Kommentar.

Schöne neue Welt. Ob die Wähler das wirklich so gewollt haben?
Wie steht es mit IHNEN?

Danke für die sachdienlichen Hinweise!

Kuba schaltet auf Linux um – Windows soll komplett ersetzt werden

Kuba und sein früherer Machthaber Fidel Castro ist sicher eines der umstrittensten Länder der Welt.
Von den einen als letztes Bollwerk des Kommunismus und seiner Ideale glorifiziert, sehen andere diese äußerst kritisch und prangern unter anderem Pressezensur, Verfolgung Andersdenkender und eine Vielzahl anderer, massiver Einschnitte in die Menschenrechte an.

Doch trotz aller Kontroversen: Zumindest von der kubanischen Politik im Bereich EDV  kann sich die restliche Welt mehr als eine Scheibe abschneiden.
Schon länger war es angekündigt, doch nun will Kuba endgültig von Windows und den ganzen anderen Software-Produkten aus dem schönen Redmond in “gods own country” Abschied nehmen.

Die Gründe sind vielfältig, eine große Rolle dürfte nicht nur die Unabhängigkeit von den USA und der dort hergestellten Produkte und die hohen Kosten, sondern auch Sicherheitsrisiken spielen.
Letztere erregen beispielsweise beim Dekan der kubanischen UCI (“Universidad de las Ciencias Informáticas” – Universität für Informatik), Alain Guerrero Enamorado, Sorge – Es könnten schließlich unbemerkt Informationen ins Ausland gesendet werden.

So setzt man nun auf eine auf Abwandlung der Linux-Distribution Genux Linux namens “NOVA” im Office-Bereich, beim Betrieb von Servern auf Debian GNU/Linux. Ersteres soll sich sehr ähnlich wie Windows bedienen lassen, um Umstellungsschwierigkeiten zu minimieren.
Bisher arbeiten anscheinend nur einige Behörden mit den neuen Systemen, es laufen aber anscheinend Projekte, um zu ermitteln, wie man sämtliche bisher genutzen Anwendungen auf Linux übertragen bzw. entsprechenden Ersatz finden kann.

Wir duisburger Piraten können diesen Schritt nur vollkommen unterstützen.
Bis heute ist der Quellcode der Windows-Betriebssysteme, der “MS Office”-Reihe und anderer Microsoft-Produkte als Betriebsgeheimnis nicht vollkommen offengelegt, somit besteht keine Möglichkeit zu überprüfen, was genau die Programme nun eigentlich tun – Dies ermöglicht einerseits Sicherheitslücken, die, anders als bei Open Source-Programmen, nur vom Hersteller selbst korrigiert werden können, als auch versteckte Spionagefunktionen, die zumindest theoretisch problemlos eingebaut werden könnten.

Zumal kostet es den Staat Millionen, wenn nicht sogar Milliarden Steuergelder, seine Einrichtungen mit den jeweils neuen Versionen auszustatten.
Und das, obwohl es zumindest für den Office-Bereich eine Reihe sicherer, völlig kostenloser Lösungen gibt, die man zudem noch nach belieben umprogrammieren und somit auf seine Bedürfnisse zurechtschneiden kann.

Warum müssen Länder wie Kuba den ersten Schritt machen?
Sind nicht wir es, die regelmäßig mit ihrem technologischen Fortschritt prahlen? Wieviel müssen die Deutschen noch an überflüssigen Geldmengen an den Staat spenden, nur weil man es dort nicht schafft, die simpelsten Maßnahmen zu ergreifen?

Es ist peinlich für uns alle, für Deutschland, den Westen, den Osten, einfach alle.
Was Kuba kann, können wir schon lange! Es steht nur zu hoffen, dass unsere Regierung endlich zu unser aller Wohl agiert und sich für die besseren Lösungen entscheidet.
Und gerade die wirtschaftlich orientierte FDP sollte sich doch eigentlich für kostengünstige, einfache und effektive Lösungen begeistern lassen.

Quelle:  Pro-Linux.de
Offizielle Seite der “NOVA”-Distribution ( auf Spanisch): NOVA.uci.cu

“Ihr müsst uns nicht nackt scannen, wir sind es schon!” – Flashmob in Düsseldorf

Fast jeder hat schon davon gehört – Körperscanner, auch als “Nacktscanner” verschrien, die mittels sogenannter Terahertzwellen Menschen nackt auf einem Monitor erscheinen lassen.
Diese “bahnbrechende” Technik wird uns als neues Sicherheitswunder verkauft, und nachdem es von der alten Regierung und sogar Herrn Schäuble als “Unfug” bezeichnet wurde, soll er nun doch in ganz Europa an Flughäfen zur “Sicherheitskontrolle” eingeführt werden.

Das sieht dann etwa so aus:
Klicken Sie bitte hier!

Bringt uns diese Technik denn nun wirklich mehr Sicherheit?
Hierzu möchte ich auf einem Artikel des Magazins “Der Standard.at” verweisen, den Sie hier finden können.
Und sogar der “Bund deutscher Kriminalbeamter” hält die Gerätschaften für “[nicht] besonders effizient”, wie zum Beispiel in diesem Artikel dargelegt wird.

Uns Piraten reicht es. Die Bevölkerung muss endlich gezeigt werden, welche Ausmaße der Sicherheitswahn bereits angenommen hat.
Aus diesem Grund fand heute, am 10.01.2010, ein Flashmob – Also eine spontane Versammlung von Menschen, die überraschend eine gewisse Aktion durchführen, bekannte Beispiele sind bei Wikipedia zu finden – an mehreren Flughäfen statt.

Mit von der Partie waren Sitd (Stefan) und Patrick alias Pat-Pirat (ich ;) ) vom Stammtisch Duisburg. Um 13 Uhr trafen wir in Düsseldorf ein und fanden recht schnell die anderen Piraten, insgesamt eine Gruppe von etwa 11 männlichen und einem weiblichen Pirat, unter anderem der Spitzenkandidat in NRW Nico Kern, der sich allerdings nicht entblößen wollte.
Unser Ziel: Neun von uns ziehen sich vor dem Sicherheitscheck aus und demonstrieren mit Schildern und Fahnen.

Die Aktion glich einem Kriminalfilm; kurz vor Start fand uns ein Reporter der Boulevard-Zeitschrift “Express” und stellte uns einige Fragen.
Offenbar war die Flughafenleitung bereits informiert, und bald sahen wir uns von Polizisten umzingelt.
Es ging in Richtung Parkplatz zwecks Vorbereitung, und da uns zwei Polizisten – ausgesprochen “unauffällig” – folgten, fuhren wir kurzerhand auf die oberste Etage und kreierten aus dem nichts einige Plakate.

Und dann ging es los: Mit umgehangenen Fahnen, Spruchbändern und Kameras bewaffnet, ließen wir – manche bis auf die Unterhose – die Hüllen fallen und marschierten im Terminal A/B herum, gefolgt von Polizisten und Schaulustigen. Nach ein paar Minuten war alles wieder vorbei. Die Ordnungskräfte waren dabei erstaunlich entspannt, bis auf geschockte Blicke fast aller Polizisten kamen wir ungescholten davon.

Natürlich durften auch Fotos für den Express nicht fehlen.
Diese werden wir natürlich sofort hier veröffentlichen, sobald sie zu haben sind ;)

Fazit: Eine recht gelungene Aktion.
Wird der Nachtscanner tatsächlich eingeführt, dann kann sich der Flughafen Düsseldorf auf einen weiteren Flashmob freuen. Allerdings wird der größer und professioneller ausfallen als dieses Mal… Zieht euch warm an, ohne Protest kriegt ihr diese Peepshow nicht eingeführt ;)

Inzwischen sind Fotos und Videos der Aktion verfügbar.
Bilder wurden auf Picasa (hier), Videos bei YouTube (hier und hier) veröffentlicht.